Wenn der Spielbetreiber den Spieler deinstalliert

Die Suche nach Userfragen, ob die Schließung eines Account – dauerhaft oder vorübergehend – möglich ist, dauert zumeist nur kurz. Das Sperren von Accounts ist dabei nicht nur ein bewegendes Thema für Hobbyspieler, sondern auch für professionelle Gamer, wie z.B. die Fälle von IWillDominate, enVision und Linak bei League Of Legends (Quelle) belegen. Spielbetreiber stellen zu diesem Thema zum Teil umfangreiche Hinweisseiten zur Verfügung (bspw. League Of Legends “Mein Konto wurde gesperrt“, Blizzard “Gebannter oder gesperrter Account“).

In diesem Blogbeitrag möchte ich zur näheren Behandlung ein älteres Urteil aus dem Jahr 2012 aufgreifen. Die Urteilsbegründung macht die Grundlage dieser Sperren nachvollziehbar und hilft beim Verständnis, aber liefert auch Ansatzpunkte für eine erfolgsversprechende Rückholaktion.

Hobby auf Rechtlich

Das AG Charlottenburg wies mit seinem Urteil vom 09.05.2012 zu Az.: 208 C 42/11 (Urteil im Volltext) die Klage eines Spielers ab, dem der Zugang zu seinem Account bzw. zur virtuellen Spielumgebung aufgrund einer außerordentlichen Kündigung durch den Spielbetreiber gesperrt wurde. Der Spieler hatte nach den amtsgerichtlichen Feststellungen wiederholt gegen die AGB bzw. Nutzungsbedingungen verstoßen. Als Verstöße wurden der Einsatz von Bots und die Weitergabe der Nutzerdaten ohne Zustimmung des Spielbetreibers an Dritte gewertet. Nach der gerichtlichen Auffassung ist die fristlose Kündigung daher wirksam gewesen.

An dieser Stelle ist ein Blick in die Urteilsgründe sehr aufschlussreich, den ich nun mit Ihnen wagen möchte:

“Es handelt sich [beim Spielnutzungsvertrag, Anm. d. Verfasserin] um ein Dauerschuldverhältnis über die Einräumung von Nutzungsrechten, bei dem die geschuldete Leistung des hier verklagten Spielanbieters insbesondere darin besteht, dem Teilnehmer den Onlinegebrauch einer funktionierenden virtuellen Spielumgebung zu ermöglichen, die zentrale Server- und Softwaretechnologie bereitzustellen und zu warten, die Daten zu sichern und vor allem auch Nutzerprofile sowie Spielstände, die dem Teilnehmer während der Vertragslaufzeit eine dauerhafte Identität in der virtuellen Welt verschaffen und es ihm erlauben, nach dem Verlassen des Spiels an gleicher Stelle wieder in das laufende Spielgeschehen einsteigen zu können, zu speichern (vgl. Psczolla, a.a.O., F II 1, S. 88). […]

Der – unbefristet geschlossene – Vertrag ist jedoch von der Beklagten [Spielbetreiberin, Anm. d. Verfasserin] am 13.4.2011 wirksam aus wichtigem Grund gekündigt worden. Denn der Kläger [Spielnutzer, Anm. d. Verfasserin] hat gegen die Ziff. 9.6, 10.5 und 11.7 der AGB verstoßen.

Bei den entsprechend überschriebenen Regelungen der Beklagten handelt es sich um AGB i.S.d. §§ 305 ff. BGB [Hervorhebung durch die Verfasserin]. Denn die den Vertragsinhalt gestaltenden Bedingungen sind unstreitig für eine Vielzahl von Verträgen vorformuliert und werden von der Beklagten bei Abschluss der Verträge in dem Sinne gestellt, dass sie ihre Einbeziehung verlangt. Die Einbeziehung der AGB ist auch wirksam erfolgt. Denn sie können durch Anklicken des sich bereits auf der Einstiegsseite befindlichen Feldes „AGB akzeptieren” nicht nur eingeblendet, sondern auch ohne weiteres gelesen und kritisch geprüft werden (vgl. Palandt-Grüneberg, a.a.O., § 305 Rdnr. 36 ff.). […]

Auch ein Verstoß gegen diese AGB liegt vor. Denn es muss davon ausgegangen werden, dass sich der Kläger in der Zeit vom 12. bis 13.04.2011 mit folgenden 56 Accounts […] bei der Beklagten angemeldet hat, um in 55 Fällen […] durch die Verwendung von unzulässigen Botprogrammen Gold zu generieren, das er sich nicht hätte verschaffen können, hätte nur er selbst – als menschlicher Nutzer – gespielt. Denn die Beklagte hat die Auffälligkeiten, welche den Schluss auf einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen rechtfertigen, konkret und hinreichend substantiiert dargelegt, ohne dass der Kläger diesen Vortrag hinreichend bestritten hätte. So hat die Beklagte nicht nur im Einzelnen vorgetragen und unter Beweis gestellt, dass und wie sie die Benutzung von Bots erkannt hat, indem sie – nachdem sie Verdacht geschöpft hatte – in die virtuelle Welt eingegriffen und vom Kläger eingesetzte Charaktere an einen anderen Ausgangspunkt versetzt hat, weil nur bei Verwendung von Bots der verdächtige Charakter – anders als der menschliche Spieler – bei seiner Routine bleibt, gegen Hindernis stößt und erfolglos versucht, durch dieses hindurchzulaufen.
Vielmehr hat sie auch konkret dargelegt, dass alle – von den in Rede stehenden Accounts gespielten – Charaktere den Server der Beklagte innerhalb von 24 Stunden nicht nur von demselben Internetanschluss, sondern auch von demselben PC aus „betreten” haben. Denn die verwendeten IP- und MAC-Adressen waren in allen 55 Fällen identisch mit der – den verwendeten Internetzugang ausweisende – IP-Adresse und der – der Identifizierung des Geräts dienende – Media-Access-Control-Adresse (sog. MAC-Adresse), unter denen auch und gerade der unstreitig dem Kläger zuzuordnende Account […] benutzt wurde, ohne dass der Kläger bestritten hätte, zur fraglichen Zeit mit diesem Account im Netz gewesen zu sein. […]

Die damit zu Grunde zu legenden Verstöße stellen auch einen wichtigen Grund zur fristlosen Kündigung gem. § 314 Abs. 1 BGB dar. Der Beklagte ist das Festhalten am Vertrag nicht zumutbar. Denn die mit Botusing einhergehende Umgehung von kostenpflichtigen Diensten stört das ausbalancierte Spielgefüge, das nur bei regelkonformen Verhalten der Spielteilnehmer funktioniert [Hervorhebung durch die Verfasserin]; sie birgt die Gefahr, dass andere, ehrliche und für die Zusatzleistungen zahlende Nutzer vertrieben werden … Die Beklagte hat ihre außerordentliche Kündigung, die i.Ü. einer Begründung nicht bedarf, aber […] auf Verlangen des Gekündigten zu erläutern ist (vgl. Palandt-Grüneberg, a.a.O., § 314 Rdnr. 10), auch innerhalb der hierfür vorgesehenen angemessenen Kündigungsfrist i.S.d. § 314 Abs. 3 BGB erklärt. […]

Entgegen der Auffassung des Klägers ging der Beendigung des Schuldverhältnisses schließlich auch eine im Falle der Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses grundsätzlich erforderliche Abmahnung i.S.d. § 314 Abs. 2 BGB voraus. Denn rund zwei Monate vor der endgültigen Sperrung wurde der Account unstreitig schon einmal […] gesperrt. Damit und mit ihren die Sperrung begleitenden E-Mails vom 02. und 03.02.2011 hat die Beklagte den Kläger rügend auf die konkret beschriebene Verletzung vertraglicher Pflichten (Botusing) hingewiesen und ihm für den Fall eines weiteren Verstoßes warnend Konsequenzen angedroht. […]

Nutzungsbedingungen für den Spielspaß

Das vorstehende Urteil befasste sich mit der Weitergabe der Nutzungsdaten an Dritte und die Nutzung von Bots durch einen Spieler. Am Beispiel von League Of Legends (abgekürzt “LoL”), ein Free-to-play-MOBA des amerikanisches Computerspiel-Entwicklungsunternehmen Riot Games, sollen weitere Vorstöße vorgestellt werden und ein wenig der Umgang mit Nutzungsbedingungen veranschaulicht werden. Die nachfolgend genauer zu untersuchenden Nutzungsbedingungen (auch “Terms Of Use” genannt) sind hier abrufbar. Die Formulierungen der Nutzungsbedingungen entsprechen dem Stand zum 18.02.2017.

LoL verlangt sowohl bei der Erstellung eines Spielaccounts als auch bei jeder Aktualisierung der Spielumgebung (sog. Patch) die Bestätigung, dass die Nutzungsvereinbarung zum jeweiligen Zeitpunkt akzeptiert werden. Anderweitig ist die Nutzung der Spielumgebung nicht möglich.

Die maßgeblichen Passagen für einen Überblick:

2. KÜNDIGUNG DES KONTOS

2.1. Wie kann mein Konto gesperrt oder gekündigt werden?
(Wenn du die Regeln verletzt, wird die demacianische Gerechtigkeit wegen deines Kontos eingeschaltet werden!)

[Demacia ist ein Stadtstaat der Spielumgebung, der als Wiege von Güte und Gerechtigkeit gilt; Anm. d. Verfasserin]

Drei (3) verschiedene Personen/Gremien können dein Konto sperren oder kündigen:

2.1.1. Du. Du kannst dein Konto jederzeit kündigen oder sperren, indem du dich unter support@riotgames.com mit uns in Verbindung setzt.

2.1.2. Wir. Wir können dein Konto kündigen oder sperren, wenn wir nach vernünftigem Ermessen Folgendes entscheiden:

  1. Du hast einen beliebigen Teil dieser Vereinbarung verletzt,
  2. wir haben das Angebot der Riot-Dienste in deiner Region eingestellt oder
  3. eine solche Kündigung oder Sperrung wäre im besten Interesse unserer Community, der Riot-Dienste oder der Rechte eines Dritten.

Wir können solche Entscheidungen unter anderem unter Verwendung von automatischen Systemen und Machine-Learning-Tools treffen.

2.1.3. Das Tribunal®. Das Tribunal®-System ermöglicht unserer Nutzer-Community, die Einhaltung des „Weg der Beschwörer“ (Summoner’s Code), in dem die Grundsätze des idealen Spielverhaltens aufgeführt sind, durch andere Nutzer zu überwachen. Die Mitglieder der Community, darunter auch du, können Beschreibungen von Aktivitäten und Handlungen bestimmter Nutzer innerhalb des Spiels einreichen und gemeinsam entscheiden, ob der jeweilige Nutzer unsere Grundsätze eingehalten hat. Wenn das Tribunal nach seinem alleinigen Ermessen entscheidet, dass du gegen einen unserer Grundsätze verstoßen hast, können wir dein Konto im Auftrag der Community sperren oder kündigen.

2.2. Was geschieht, wenn mein Konto gekündigt wird?
(Kein LoL für dich.)

Wird dein Konto aus einem der in Ziffer 2.1 genannten Gründe gekündigt, hast du keinen Zugang mehr dazu, auch nicht zu den dazugehörigen Daten oder Inhalten (z. B. Champions, Skins, Riot Points usw.). Kündigen wir aus einem rechtmäßigen Grund, zum Beispiel, wenn du diese Vereinbarung verletzt hast, hast du keinen Anspruch auf Erstattungen und wir haften dir gegenüber nicht. Wir behalten uns ferner das Recht vor, weitere möglicherweise von dir erstellte Konten zu kündigen (ebenfalls ohne Erstattungen oder Haftung dir gegenüber).

Dir ist bekannt und du erklärst dich damit einverstanden, dass mit der Nutzung der Riot-Dienste das Risiko verbunden ist, dass dein Konto gekündigt oder gesperrt werden kann, und dass du bei jeder Nutzung der Riot-Dienste dieses Risiko bedenkst und dich stets entsprechend verhalten wirst.

[…]

5. VERHALTENSKODEX

5.1. Kann ich bei der Nutzung der Riot-Dienste Leute trollen, flamen, bedrohen oder belästigen?
(Nein. Wenn du das tust, kannst du gesperrt werden.)

Du musst bei der Nutzung der Riot-Dienste alle Gesetze, Regelungen und Vorschriften der Gerichtsbarkeit einhalten, in dem dein Wohnsitz liegt. Du musst ferner bestimmte weitere Regelungen einhalten, die für deine Nutzung der Riot-Dienste gelten (der „Verhaltenskodex“). Der Verhaltenskodex erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wir behalten uns das Recht vor, ihn jederzeit zu modifizieren sowie geeignete Disziplinarmaßnehmen zu ergreifen, einschließlich Kündigung und Löschung des Kontos, um die Integrität und den Geist der Riot-Dienste zu schützen, gleich, ob eine bestimmte Verhaltensweise im Kodex als unangemessen aufgeführt wird oder nicht. Außer aus dem Verhaltenskodex entnimm bitte weitere Leitlinien für ein beispielhaftes Spielverhalten dem „Weg der Beschwörer“.

Nachstehend einige Beispiele für Disziplinarmaßnahmen rechtfertigende Verhaltensweisen:

  1. Sich als eine natürliche oder juristische Person, einschließlich eines Mitarbeiters von Riot Games, auszugeben oder eine Mitteilung in einer Weise abzugeben, die den Anschein erweckt, die Mitteilung stamme von Riot Games,
  2. Veröffentlichung von Identifizierungsdaten über dich selbst oder andere Nutzer auf der Webseite oder innerhalb des Spiels,
  3. Belästigung, Stalking oder Bedrohung anderer Nutzer im Spiel,
  4. Entfernen, Ändern oder Verdecken eines Urheberrechts-, Marken-, Patent- oder sonstigen Hinweises auf Schutzrechte von Riot Games, der auf der Webseite, im Spiel und/oder in der Software enthalten ist. Ferner darfst du keine Inhalte übermitteln, die eine Verletzung oder einen Verstoß gegen die Rechte Dritter darstellen, einschließlich Patenten, Marken, Geschäftsgeheimnissen, Urheberrechten, Publizitäts-, Persönlichkeits- oder sonstigen Rechten,
  5. Übermittlung oder Kommunikation von Inhalten, die als beleidigend gelten, einschließlich Ausdrucksweisen, die rechtswidrig, schädigend, bedrohlich, missbräuchlich, belästigend, verleumderisch, vulgär, obszön, sexualisiert oder rassistisch oder in ethischer oder sonstiger Weise verwerflich sind,
  6. Übermittlung oder Ermöglichung der Übermittlung von Inhalten, die einen Virus, korrupte Daten, Trojaner, Bots, Keystroke Logger, Würmer, Zeitbomben, Cancelbots oder andere Computerprogrammierroutinen enthalten, die Systeme, Daten oder personenbezogene Daten beschädigen, nachteilig beeinflussen, unerlaubt abfangen oder verminen, löschen oder sich aneignen oder solch eine Absicht verfolgen,
  7. Spammen eines Chats, gleich, ob zu privaten oder gewerblichen Zwecken, durch Unterbrechung des Gesprächsflusses durch wiederholte Beiträge,
  8. Beteiligung an Handlungen, durch die andere Nutzer des Spiels betrogen werden, darunter auch durch Scamming oder Social Engineering,
  9. Verwendung nicht zugelassener Programme von Drittanbietern, darunter „Mods“, „Hacks“, „Cheats“, „Skripts“, „Bots“, „Trainer“ und Automatisierungsprogramme, die mit der Software in beliebiger Weise und zu einem beliebigen Zweck kommunizieren, einschließlich nicht zugelassener Programme von Drittanbietern, die die Kommunikation zwischen der Software und Riot Games abfangen, nachahmen oder umleiten, sowie nicht zugelassener Programme von Drittanbietern, die Informationen über das Spiel erfassen, indem sie die Speicherbereiche auslesen, die von der Software zum Speichern von Informationen verwendet werden,
  10. Zugriff oder versuchter Zugriff auf Bereiche des Spiels oder der Spiel-Server, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wurden,
  11. Wahl eines Summoner-Namens, der fälschlich auf eine Verbindung mit Riot Games hinweist, personenbezogene Daten enthält oder beleidigend, diffamierend, vulgär, obszön, sexualisiert, rassistisch oder in ethnischer oder sonstiger Hinsicht verwerflich ist. Du darfst keine falsche Rechtschreibung oder alternative Schreibweise verwenden, um diese Beschränkung der Wahl eines Summoner-Namens zu umgehen. Riot Games kann jeden Namen ändern, der diese Bestimmung verletzt, ohne Dich zu benachrichtigen, und kann bei wiederholten Verstößen weitere disziplinarische Maßnahmen treffen, einschließlich der Kündigung des Kontos,
  12. Ausloggen oder Verlassen des Spiels bei einem Live-Gameplay. Riot Games’ automatisches System Leaverbuster® verfolgt diese Daten im Zeitverlauf und verhängt eine vorübergehende Sperre, wenn festgestellt wird, dass ein Nutzer sich zu oft mitten im Spiel ausloggt. Die Dauer der vorübergehenden Sperre wird sich mit der Zeit erhöhen, wenn ein bestimmtes Konto sich weiterhin aus Live-Gameplays ausloggt, oder
  13. im Konto einer anderen Person zu spielen, um den Status oder Rang dieses Kontos zu erhöhen.

[…]

Die Liste von möglichen Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen ist lang und nur ein exemplarischer Ausschnitt. Ob dabei jeder Verstoß eine außerordentliche Kündigung rechtfertigt, bedarf der Einzelfallprüfung. Soweit jedoch bereits eine vorübergehende Sperrung erfolgt ist, sollten die Nutzungsbedingungen besonders im Auge behalten werden.

Accountsperre und alles weg?

Ziff. 2.2 wirkt zugegeben unauffällig und auf den ersten Blick harmlos. Diese Einschätzung mag sich insbesondere dann ändern, wenn die finanziellen Ausgaben von Spielern berücksichtigt werden. Unsummen werden ausgegeben für die Aufwertung des Accounts oder für die Verbesserung des Status in der Spielergemeinschaft. Anbieter für Leistungen mit inklusivem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen finden sich zahlreich am Markt und stets dem Hinweis auf eine mögliche Accountsperre in den FAQ.

“Konforme” Zusatzleistungen stehen dem in nichts nach. Neben Online-Tools, die die “verschwendete” Zeit für das Spielen von LoL messen (Wasted on LoL), stellt Riot Games für Spieler ihres Spiels auch eine Überprüfung der finanziellen Ausgaben zur Verfügung (Privacy.Riotgames.com). Aber wofür geben die Spieler ihr Geld aus und warum werden die Ausgaben mit der Accountsperre sinnlos?

Ein Blick in die Nutzungsbedingungen hilft:

4.3. Sind die virtuellen Gegenstände, die ich entsperre, mein „Eigentum“?
(Nein. Was du „freischaltest“, ist nicht der virtuelle Gegenstand selbst, sondern vielmehr ein qualifiziertes Recht, innerhalb des Spiels darauf zuzugreifen.)

Du hast kein Eigentums- oder sonstiges Vermögensrecht an den von dir freigeschalteten virtuellen Gegenständen, unabhängig davon, ob du den Zugang zu diesen virtuellen Gegenständen durch Verwendung von Riot Points, Einflusspunkten oder über die Hextech-Werkstatt erworben hast. Virtuelle Gegenstände haben keinen monetären Wert. Du kannst sie nicht gegen Bargeld einlösen. Du kannst keine Erstattungen für den Kauf von Riot Points oder virtuellen Gegenständen erhalten, außer soweit ausdrücklich von uns gestattet.

BITTE BEACHTE, DASS DIE BEREITSTELLUNG VON RIOT POINTS UND DIE ERBRINGUNG VON DIENSTEN UNMITTELBAR NACH ABSCHLUSS DEINES KAUFS BEGINNT UND WENN DER ZUGANG ZU DEN RIOT POINTS IN DEINEM KONTO AKTIVIERT WURDE, IST DER VERTRAG DURCH UNS IN VOLLEM UMFANG ERFÜLLT. DAHER ERKENNST DU AUSDRÜCKLICH AN, STIMMST ZU UND ERKLÄRST DICH DAMIT EINVERSTANDEN, DASS DU DEIN RÜCKTRITTSRECHT IM ZUSAMMENHANG MIT UNSEREM DIENST, DIR RIOT POINTS BEREITZUSTELLEN, NACH DEM ABSCHLUSS DES KAUFS VERLIERST.

Unsere aktuelle Erstattungsrichtlinie für Inhalte findest du hier.

Wir haben das Recht, sämtliche Spiel-Inhalte – einschließlich der virtuellen Gegenstände – ganz oder teilweise jederzeit und aus beliebigem Grund oder ohne Grund, mit oder ohne Mitteilung dir gegenüber und ohne jede Haftung dir gegenüber zu löschen, zu ändern, zu verschieben, zu entfernen oder zu übertragen. Wir verleihen oder garantieren keinen Wert in bar oder anderweitig im Zusammenhang mit Daten, die sich auf von uns betriebenen oder kontrollierten Servern befinden, einschließlich der auf dein Konto entfallenden Spiel-Inhalte, und lehnen dies ausdrücklich ab. Der Verkauf oder die Übertragung deines Rechts zum Zugriff auf bestimmte virtuelle Gegenstände, Einflusspunkte, Riot Points oder Hextech-Gegenstände darf gegebenenfalls nur über durch uns genehmigte oder bereitgestellte Dienste vorgenommen werden.

4.4. Noch einmal: Ich bin nicht Eigentümer dieser virtuellen Gegenstände?
(„Nein!“ schrien alle Anwälte.)

UNGEACHTET ETWAIGER GEGENTEILIGER BESTIMMUNGEN IN DIESER VEREINBARUNG ERKENNST DU AN UND ERKLÄRST DICH DAMIT EINVERSTANDEN, DASS DU KEIN EIGENTUMS- ODER SONSTIGES VERMÖGENSRECHT AN DEINEM KONTO HAST UND DASS ALLE RECHTE IN UND AN DEINEM KONTO FÜR ALLE ZEIT EIGENTUM VON RIOT GAMES SIND UND DEM NUTZEN VON RIOT GAMES DIENEN. DU ERKENNST FERNER AN UND ERKLÄRST DICH DAMIT EINVERSTANDEN, DASS DU KEINEN ANSPRUCH, KEINE BERECHTIGUNG, KEIN BESITZRECHT, EIGENTUMSRECHT ODER SONSTIGES EIGENTÜMERINTERESSE AN DEN VON DIR ENTSPERRTEN ODER GESAMMELTEN SPIEL-INHALTEN HAST, UNABHÄNGIG VON EINER ETWA ANGEBOTENEN ODER GEZAHLTEN GEGENLEISTUNG IM TAUSCH GEGEN RIOT POINTS ODER VIRTUELLE GEGENSTÄNDE. DARÜBER HINAUS HAFTET RIOT GAMES IN KEINER WEISE FÜR DIE VERNICHTUNG, LÖSCHUNG, MODIFIZIERUNG, WERTMINDERUNG, FÜR HACKING ODER SONSTIGE SCHÄDEN ODER VERLUSTE BELIEBIGER ART, DIE NACH DER KÜNDIGUNG ODER DEM ABLAUF DEINES KONTOS AN DEN SPIEL-INHALTEN, DEN VIRTUELLEN GEGENSTÄNDEN ODER RIOT POINTS.

Zusammenfassung

Spielbetreiber behalten sich eine Vielzahl von Rechten in ihren Nutzungsbedingungen vor und nutzen diese in einer Vielzahl der Fällen auch. Mit Spielsperren werden zum Teil erhebliche Aufwendungen für das Hobby zunichte gemacht. Insofern sind diese Ausgaben doppelt zu überdenken, soweit Dienste in Anspruch genommen werden, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. In einem solchen Fall droht sonst ein doppelt schwerer Verlust. In jedem Fall lohnt sich ein genauer Blick in die Nutzungsbedingungen, die zumeist gedankenlos akzeptiert werden. Gedanken, die sich jeder Spieler lieber zu früh als zu spät vor einem Gericht machen sollte.